THEMENMONATE MENSCHLICHKEIT

KUNST UND HUMANITÄRES VÖLKERRECHT
Bourbaki Panoramagebäude Luzern

8. Januar bis 8. Mai 2015


Die Genfer Konvention von 1864 “betreffend die Linderung des Loses der im Felddienst verwundeten Militärpersonen“ jährt sich 2014 zum 150. Mal. Das ein Jahr vor Abschluss der Konvention gegründete Internationale Komitee der Hilfsgesellschaften für die Verwundetenpflege, das seit 1876 den Namen Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) trägt, gibt bis heute die entscheidenden Impulse zur Weiterentwicklung des humanitären Völkerrechts.


Auf dem Bourbaki Rundgemälde von 1881 stellt der Künstler Edouard Castres den Übertritt der französischen Ostarmee am 1./2. Februar 1871 in die Schweiz am Ende des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 dar. 1889 wurde das Rundgemälde von seinem ursprünglichen Standort Genf nach Luzern umgesiedelt. Das Bourbaki Panorama ist wohl das erste Kunstwerk, in welchem das Thema Humanität im Krieg verhandelt wird; insbesondere zeigt das Rundgemälde den ersten Rotkreuz Einsatz und die grösste Asylinitiative der Schweiz.


Im Auftrag der Bourbaki Panorama Stiftung hat MS Kunstverknüpft Themenmonate konzipiert und organisiert, bei denen das Thema Menschlichkeit mit Kunst, Film, Literatur und Inormationsprojekten verhandelt wird. Es werden historische Kunstwerke wie das Gemälde “Ambulance dans la Neige” (1872) von Edouard Castres gezeigt, welches zum Rundgemälde von 1881 führte; in der Jubiläumsausstellung sind auch zeitgenössische Kunstwerke von Künstlern wie Jeff Wall (1993) und Christoph Rütimann (2014) zu sehen. Die Filme von Regisseuren wie Ari Folman und Fernand Melgar und die Lesungen von Autoren wie Lukas Hartmann und Iso Camartin setzen sich mit Krieg und Flucht auseinander. Projekte von Hochschule Luzern – Soziale Arbeit und Universität Luzern – Historisches Seminar informieren die Besucher über Hintergründe und Umstände von Migration und Asyl.


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